| Samstag, 19. November 2011: Schnitt der Benjeshecke |
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| Bilder sagen mehr als Worte... |
Vielen Dank all den kleinen und grossen Helfern für den spontanen Arbeitseinsatz! |
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| Samstag, 29. Oktober 2011: Schnepfenweiherputzete |
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| Der Umgebungsschnitt wurde bereits im Sommer gemacht, hatte doch das tropische Klima alles in die Höhe schiessen lassen. Am 29. Oktober fischten 11 Mitglieder wie all die vergangenen Jahre, sehr viel Laub aus dem Teich. Unsere neuen Stiefel bewährten sich. Maurice, der Grösste und Stärkste von uns, holte alles aus der hintersten Ecke heraus. Helga arbeitete sich auf der |
gegenüberliegenden Seite vor. Es ist eine Teamarbeit. Die schweren Rechen werden jeweils nach hinten ausgekippt und dann weitergezogen. Am Steilhang war das besonders schwer. Peter schnitt nochmals einige Brombeeren zurück. Zum krönenden Abschluss gab ein Znüni. |
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| Samstag, 15. Oktober 2011: Einweihung Schwalbenhaus |
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Ein aussergewöhliches Geschenk zum 30jährigen Bestehen der Naturschutzgruppe Bergdietikon! Anlässlich unseres 30jährigen Jubiläums, welches am 3. November 2011 stattfindet, haben wir uns etwas ganz Spezielles ausgedacht. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung BGV feierte 2008 ihr 175 Jahr-Jubiläum. An Stelle von teuren Festivitäten leistete sie einen Beitrag zugunsten der Natur. Es wurden mindestens 12 Schwalbenhäuser im Baselbiet aufgestellt. Unsere Präsidentin hat davon gelesen und sich erkundigt, wie viel ein solches Haus kosten würde. Es kostete über CHF 10'000, das konnten wir uns nicht leisten. Der Vorstand lehnte bedauernd ab, und wir legten den Wunsch ad acta. Im Sommerurlaub in Österreich entdeckte Anita Weibel vor dem Hotel ein Schwalbenhaus. Es war kaum zu glauben, der Erbauer war ein Schreiner aus dem Baselbiet. Das Haus ist etwas kleiner und kostet CHF 3'050 plus Transportkosten. Weiter erläuterte der Schreiner Andy Junker, dass im Baselbiet solche Häuser mit Hilfe von Sponsoring aus der Bevölkerung aufgestellt wurden. Jetzt sah die Sache für uns wieder anders aus. Die Mitgliederversammlung unterstützte das Projekt und wir versuchten in Bergdietikon Sponsoren zu finden. Es war ein sensationeller Erfolg. Das ganze Dorf hat mitgemacht. Die Suche nach dem besten Standort verlief auch gut. Nun steht es neben dem alten Feuerwehrteich am Dorfausgang.
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Warum überhaupt ein solches Haus? Die Mehlschwalben haben immer mehr Mühe Lehm für den Nestbau zu finden. Wege und Strassen sind grösstenteils asphaltiert, Lehmgruben und Pfützen selten zu finden. Eschwerend kommt dazu, dass die Toleranz von Hauseigentümern gegenüber Nestern von Mehlschwalben stark abgenommen hat. So sind diese Schwalben bald auf der roten Liste.
Nun hoffen wir, dass die Gäste im Frühling 2012 die neuen Betten im "Hotel zur Schwalbe" beziehen werden.
Selbstverständlich gab es anschliessend an die Aufrichte für die fast 50 Anwesenden (grösstenteils Sponsoren), Bratwürste und Getränke sowie Kaffee und Kuchen.
Sponsorenliste |
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| Samstag, 20. August 2011: Waldrundgang |
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Genau zu unserem Waldumgang mit Förster Peter Muntwyler kehrte der Sommer nochmals zurück. 27 Teilnehmer, darunter 3 Kinder und mehrere Hunde starteten vom Gemeindehaus aus Richtung Schnepfenweiher. Oben angelangt schilderte die Präsidentin die verschiedenen Pflegeaktionen der letzten Jahre und erklärte was hier alles kreucht und fleucht. Fritz Salm, Besitzer eines Teils des Gebietes wusste viel Geschichtliches. Der Weiher hat mehr Licht als früher und verändert sich stetig. Es ist toll, was im Teich alles lebt. Leider kommt neustens der Graureiher und holt sich viele Tiere.
Weiter ging es steil hinauf zur Krete beim Schnepfenhoger.
Unser Privatwaldförster erklärte uns die Zusammenhänge der Waldpflege, von der früheren Bewirtschaftung bis hin zur natürlichen Waldverjüngung von heute. Schönen, stabilen und standortgerechten Bäumen wird gezielt mit genügend Lichtgebung geholfen. Hier oben sah man auf der einen Seite einen relativ dunklen Wald mit Fichten, Buchen und Tannen, einen sogenannten Hallenwald. Föhren stehen auf der Krete. Zur andern Seite hin ist alles offener und heller, ein richtiger Mischwald. Beim nächsten Punkt in der Nähe des kleinen Dönibachs war es dunkel, Bäume waren umgeknickt und liegen gelassen. Totholz bietet vielen Tieren Nahrung. Der Borkenkäfer, ein rechter Schädling hat aber dazu beigetragen, dass wir nun viel mehr Spechte haben.Aus altem Holz wird schlussendlich Walderde und der Kreislauf beginnt von vorne. Wir müssen uns von der alten Idee eines "sauberen" Waldes lösen. Ein aufgeräumter Wald bringt niemandem etwas. Es braucht beides: einen Wirtschaftswand und Reservate mit Totholz.
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Die letzte Station unseres Rundgangs war beim Eichholz unter der grossen Eiche hoch über dem Limmattal. Die Eiche dient über Tausend Arten aus Fauna und Flora als Lebensraum.
Beim Gemeindehaus wartete ein Apéro mit tollem selbstgebackenem Spezialzopf von Doris Schneider auf uns. Ein Riesenapplaus an Peter Muntwyler, der uns alle Fragen beantwortete, und ein herzliches Dankeschön der Präsidentin für die Organisation.
Am Nachmittag des 20. Augusts wurde dem drüsigen Springkraut am Rummelbach der Kampf angesagt. Die Pfadi half wiederum trotz brütender Hitze unserer Präsidentin. Das Springkraut wuchert zum Glück jedes Jahr etwas weniger. Das Kraut darf keinesfalls ans Wasser gelangen. Wenn keine einheimischen Sträucher die Borde halten weil sie verdrängt werden, wird es Probleme geben.
Am Schluss gab es Kuchen und Getränke und einen Zustupf in die Pfadikasse. Danke den Heinzelmännchen. |
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| Fotos: Werner Weibel |
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| Freitag, 24. Juni 2011: Exkursion zu den Fledermäusen |
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Am 24. Juni fuhren 20 Personen nach Mühlau. Dort hatte die Stiftung Fledermausschutz zusammen mit der Stiftung Reusstal etwas ganz spezielles zu bieten. Bei der Sanierung der Kirche konnte Andreas Beck, der kantonale Fledermausexperte beratend mithelfen, waren doch seit Jahren immer grosse Mausohren heimisch. Hier lebt eine der grössten Kolonien vom Kanton in der Turmspitze. 400 Weibchen mit ihren Jungen. Die Männchen sitzen einzeln im Gebälk und warten auf die Zeit der Paarung im Herbst.
Im April treffen die Fledermäuse zu Hunderten im Dachstock ein. Im Juni kommen die Jungen zur Welt, blind aber schon mit recht grossen Zähnen. Mama fliegt jede Nacht aus, kilometerweit über Wälder und Wiesen. Ganz kleine Sender wurden montiert um die Strecke mitverfolgen zu können. Sie ernähren sich von Käfern aller Art. Am Morgen kommen sie heim und |
finden via Geruch und Ton ihr eigenes Junges sehr bald. Die Begrüssung ist richtig herzlich. Dann werden die Jungen gesäugt. Sobald die Jungen selbständig sind, ernähren sie sich wie ihre Mütter von Insekten. Im Spätsommer verlassen alle Mausohren ihr Heim. Wo genau sie den Winter verbringen hat man noch nicht herausgefunden. Sie können sich im Winterschlaf auf Sparflamme herunterfahren.
Wir alle waren fasziniert von den Bildern, es wurde uns auch viel allgemeine Aufklärung geboten. Am Schluss schauten wir alle gebannt auf die kleinen Ausflugsschneisen ganz weit oben an der Turmspitze. Einzeln flogen dann die Herrschaften aus. Herzlichen Dank den Organisatoren! |
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Dienstag, 31. Mai :Schulwiese
Beschilderung der Pflanzen
durch die 2. Klasse mit Lehrerin Mirjam Müllhaupt |
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Man findet sogenannte "Unkräuter" fast nirgends mehr. Fein gepflegte Rasen oder neustens kahle "Steingärten" bringen unseren einheimischen Insekten, Schmetterlingen und Bienen praktisch nichts. Bei uns vor dem Schulhaus 1 hat die Naturschutzgruppe mehrere Naturwiesen oder Ruderalflächen angelegt. Die Klasse von Frau Müllhaupt hat Pflanzenschilder gebastelt. Die Kinder haben nur die Namen der Blumen erhalten. Dazu malten sie ein kleines Bild. Dann gaben wir auf der Rückseite das richtige Foto dazu, laminierten das Ganze und befestigten die Schilder an Stäben. Die Kinder erkannten sofort ihre gemalten Bilder. Wir suchten die echte Pflanze und stellten den passenden Stab dazu. Nun ist ein richtiger Schaugarten daraus geworden. Den Sommer über können die Schulkinder Hummeln, Schmetterlinge und Raupen auf den bestimmten Pflanzen beobachten.
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Aufgrund der Plfanzennamen sind ganz lustige Bilder entstanden. Hier ein paar Beispiele:
Natternkopf: Ein Kopf kommt aus einem See und eine Schlange schwimmt gleich daneben
Frauenmänteli: Natürlich eine Frau und daneben hängt ein schöner Mantel
Wiesenbocksbart: ein grüner Bock mit einem langen, langen Bart
Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder und an Frau Müllhaupt für den tollen Einsatz! |
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Samstag, 30. April: Nationaler Tag der Hochstammbäume
(Die Bäume wurden bereits im März gepflanzt)
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Pro Stunde verschwinden in der Schweiz 7 Hochsstamm-Obstbäume!
Die Naturschutzgruppe-Bergdietikon will da Abhilfe schaffen.
Letztes Jahr konnte sie Bauer Löffel überzeugen, Hochstammbäume zu pflanzen. Dieses Jahr hat nun Hans Peyer vom Mädisguet 4 Bäume gepflanzt und zwar 1 Linde, 1 Eiche, 1 Apfel- und einen Zwetschgenbaum. Die Kosten hat die Naturschutzgruppe übernommen. Die Pflege aber übernimmt er gerne und das ist nicht selbstverständlich!
Als Hochstammbäume bezeichnen wir Bäume ab einer Asthöhe von
1.80 m. Im heutigen Landschaftsbild fällt auf, dass hochstämmige Obstbäume immer mehr Niederstammbäumen weichen müssen. Hochstammbäume sind kulturlandschaftlich wichtig und können eine Bereicherung für das Landschaftsbild sein.
Der Rückgang von Obstgärten zeigt auch Wirkung auf seine Bewohner. 2006 wurde in der Schweiz erstmals kein brütender Rotkopfwürger mehr festestellt. Auch Wendehals und Gartenrotschwanz haben stark abgenommen. Die heutigen Obstgärten bieten kaum noch
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Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter. Rund die Hälfte der Brutvögel des Obstgartens brütet in Baumhöhlen: Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals, Grünspecht und andere Spechte und Meisen. Sie alle benötigen dicke, kräftige Stämme oder ausfaulende Astlöcher von Hochstamm-Obstbäumen als Brutplätze. Grauschnäpper, Gartenbaumläufer und Gartenrotschwanz brüten in Nischen und Halbhöhlen. Distelfink und andere Finkenarten nisten in Astgabeln und gehören zu den Freibrütern.Im Luftraum zwischen und über den Bäumen jagen Schwalben und Grauschnäpper nach Insekten. Exponierte Äste sind wichtig für Wartenjäger (z.B. Mäusebussard), während Wiedehopf und Drosseln am Boden nach Nahrung suchen. Kernobstbäume sind sowohl zur Futtersuche als auch zum Brüten besser geeignet. Obstbäume bieten auch anderen Tieren Nahrung und Lebensraum: Fledermäusen, Garten- und Siebenschläfern sowie unzähligen Insektenarten.
Bäume die man heute pflanzt und pflegt haben in der nächsten Generation den höchsten Nutzungsertrag. Daher ist der Anbau von Hochstammbäumen eine Investition in die Zukunft und für die nächste Generation. |
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| Bilder: Werner Weibel |
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