Frau Dr. Helen Müri, Wildbiologin, informierte an der
Delegiertenversammlung vom 19.3.2005 über das Wiesel
Patchwork Projekt. Hermelin und Mauswiesel sind seit Jahren
auf der roten Liste. Mit relativ bescheidenen |
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Massnahmen möchten wir versuchen, diese kleinen und
wendigen
Tierchen wieder zu fördern.
Am 27. April haben wir die lokalen Möglichkeiten vor Ort
abgeklärt. |
Im Gebiet der Benjeshecke (ehemals Panzersperre) in Kind-
hausen haben wir ein Netz aus Kleinstrukturen für das Wiesel
und andere Beutegreifer erstellt. Bestehende Stein- und Ast-
haufen wurden ergänzt und für das Wiesel optimiert. Grobes
Material wurde zusammengelegt, damit grössere Durch-
gänge und Höhlungen entstanden. Gegen Feinde wie
Fuchs
und Greifvögel sind die Tiere durch Büsche geschützt; Haus-
katzen versuchen wir abzuhalten, indem wir mehr
Schnitt-
material in Richtung Wohnhäuser aufgeschichtet
haben. Für
die Aufwertungsarbeiten vom 3. September standen
schon
um 8.30 Uhr 15 Helfer bereit. Der Landwirt Albert
Schärer
und Sohn Martin fuhren mit Bagger und Lader vor,
gefüllt mit
Baumstrünken, Stroh und Heu, dem Material für 4 Mauswiesel-
verstecke. Nur so war die Schwerarbeit mit Steinen und Holz
zu bewältigen. Erst streuten wir
ein
Bett aus Stroh, Heu und
kleinen Ästen, dann kamen
Steine. Grosse Steine legten wir
teils quer oder stellten |
einen Baumstrunk mit abgeschnittenem Astwerk nach unten
drauf. Immer aber schauten wir, dass Gänge und kleine Höhlen
frei blieben. Nun können die Mauswiesel die Luxuswohnungen
beziehen. Wann sie das tun – das müssen wir der Natur über-
lassen. Spätere Pflege wird die Besonnung des Haufens sicher-
stellen.
Mittags gönnten wir uns eine kurze Pause mit Sandwichs und Ge-
tränken. Das Wetter wurde zusehend sonniger und heisser.
Die
Präsidentin hatte die Idee, wenn schon ein Bagger und
Helfer
da sind, dann könnte man doch gleich einen neuen
Teich aus-
heben. In ihrem Keller fand sich zudem ein Rest
Teichfolie. Auf
diesen baut sich die Hoffnung, dass wenigstens etwas Wasser im
Sommer übrig bleibt. Die anderen Tümpel
haben in den letzten
Trockenjahren Risse in der Lehmschicht
bekommen und verlieren
Wasser. Den am meisten beschädigten Teich mussten wir gar
zuschütten.
Ein riesiges
Dankeschön an alle Helfer, ganz speziell
an Albert Schärer. |
Am 26. April bauten 8 Jungmitglieder mit 4
Erwachsenen
die
2. Staffel Mauswieselburgen
im Weidhoger. Diese
Wohnungen
wurden
nicht aus Stein wie in der Hintermatt
sondern
aus Holz
gebaut. Voller Elan gingen alle ans
Werk. Richtige Chalets ent-
standen, wir hoffen auf zahlreiche
Anmeldungen von Maus-
wieseln. |
Nach 1 Stunde Bau zogen immer schwärzere Wolken auf,
schnell
räumten wir zusammen und flüchteten unter die
Bäume. Trotzdem
gab es noch ein kleines z’Vieri. Das
restliche Holz werden wir
später auflegen. |