Berichte zu Anlässen, Ausflügen, Vorträgen und Arbeitseinsätzen



2015

Samstag, 29. August 2015: Arbeitseinsatz Hintermatt 
Es war einer der letzten heissen Sommertage. 4 Frauen und 6 Männer machten sich mit Schaufeln, Scheren aller Art, 2 Garetten, verschiedenen Sägen und Hämmern auf den Weg in die Hintermatt. In der Benjeshecke war der kleine Teich fällig zur Sanierung. Die alte Folie war kaputt, das Wasser blieb nicht mehr drin. Diese Folie herauszuholen war ein rechtes Stück Arbeit. Anschliessend wurde das Terrain ausgeebnet, alle Wurzeln möglichst vollständig ausgegraben. Mit der Wasserwaage wurde alles austariert. Jetzt folgte als Erstes der Flies  und dann die Folie. Später beschwerten alle mit Steinen den Tümpel. 4 Stunden Arbeit, viel Schweiss floss, aber es hat sich gelohnt. Schon wenige Tage später regnete es und die ersten Libellen legten ihre Eier ab. 

Die Frauen entkrauteten in dieser Zeit 2 ältere Steinhaufen. Einige Sträucher musste man zurückschneiden. Zwischen den Steinen hat sich Erde angesammelt und demzufolge auch Gras, welches wir wegzupften. Nun kam Licht auf die Steinhaufen, alles sieht wieder wie früher aus, bestens geeignet für Mauswiesel oder Eidechsen.

Natürlich gab es zum Schluss ganz feine Sandwichs von Antonia und Getränke. Herzlichen Dank an alle Helfer/innen. 


Fotos: Werner Weibel



Samstag, 22. August: Ausflug zur Vogelpflegestation in Möhlin

Die Jungmitglieder besuchten die Vogelpflegestation in Möhlin. 


Mit von der Partie waren Stefan Bosbach mit den Kindern, Christian Bühler mit Familie und Pietro Loiero mit den Buben


Fotos: Christian Bühler




Freitag, 8. Mai 2015: Abendexkursion zu den Laubfröschen

Unterhalb von Bremgarten prägen grosse Mäanderbögen die Flusslandschaft und zeugen von der ehemaligen Dynamik der Reuss. Durch Begradigungen und die Fixierung des Flusslaufes sind viele Elemente der früheren Auenlandschaft verschwunden. Periodische Überflutungen, Ufererosion sowie die Umlagerung von Sedimenten fehlen heute mehrheitlich, was zu einem ökologischen Verlust der Lebensräume führte.

Im Rahmen des Auenschutzpark Aargau fand vor wenigen Jahren das Renaturierungsprojekt der Reuss im Gebiet Hegnau in Bremgarten statt. Neben einem über 1.5 ha grossen und indirekt mit der Reuss verbundenen Stillgewässer wurden auch spezielle Flachwassertümpel im Gebiet geschaffen. Letztere bieten für Laubfrosch, Gelbbauchunke und Co. ideale Laichgewässer.

Unsere Exkursion startete um 20.00 Uhr auf dem Parkplatz Hegnau in Bremgarten, 500 Meter nordwestlich Fohlenweid Richtung Fischbach.

Foto 1 22 Personen, darunter 8 Kinder folgten unserem Aufruf. Frau Bosshard, Mitarbeiterin Amphibienmonitorin des Kantons Aargau und Herr Temperli, Mitarbeiter der Abteilung Landschaft und Gewässer begrüssten uns. Gleich hinter dem Parkplatz ist eine riesige Grube aus der lastwagenweise Kies fortgefahren wird. Durch die lange Regenzeit bildeten sich hier grössere Wasserstellen, die bereits von Unken bezogen waren. Unken kommen zwischendurch mit wenig Wasser in den Tümpeln aus. Sie bleiben im Sommer in der Nähe, im Winter leben sie an Land. 

Daraufhin lernten wir durch ein Spiel mit Karten die im Gebiet lebenden Amphibien kennen und zwar von der Eiablage bis zum erwachsenen Tier. Foto 2


Weiter ging es zum grossen Teich, der wie alle Tümpel durch das Wasser der Reuss gefüllt wird. Bei der Anlage hat man auch Wände für Uferschwalben und den Eisvogel gebaut. Wurzelstöcke bilden kleine Inseln. Hier sahen wir die ersten Wasserfrösche. In diesem Teich hat es auch Fische, die gefischt werden dürfen. Foto 3 Die Wasserfrösche können von grün bis braun gefärbt sein. Ihre Augenstellung ist den Verhältnissen des Beuteangebotes bestens angepasst. Ihnen entgeht wohl keine Libelle. Sie quaken laut. Aber noch viel lauter sind die Laubfrösche. Sie haben die lauteste Stimme unserer Lurche, über 85 Dezibel! Sie sassen in den Haselsträuchern. Sie haben Haftballen an den Zehenenden und sind somit bestens zum Klettern geeignet. Es war eine riesige „Quakophonie“! Langsam wurde es dunkel, leider wurde aber der Regen stärker. Wir stellten unsere Taschenlampen ein und entdeckten jede Menge Frösche und Fadenmölche. Letztere sind bereits auf der roten Liste. In kleineren Tümpeln beobachteten wir eine junge Ringelnatter, sie schlängelte sich elegant durch die Gräser. Mit Feumern versuchten einige einen Frosch zu fangen, keine leichte Aufgabe. Foto 4 Von den Laubfröschen waren bereits Laichballen im Tümpel, deshalb waren im Wasser keine mehr zu finden. Die Reuss kam mächtig hoch daher, so waren wir froh wieder alle zurück am Parkplatz zu haben.


Herzlichen Dank an die tollen Führer.


Fotos: Werner Weibel



2014

Oktober 2014: Ein neues Zuhause für Kröten und Frösche 
Die Landschaftskommission erneuert den Teich in der Hintermatt.

Die Benjeshecke in der Hintermatt beheimatet seit jeher auch einen Tümpel. Ein idealer Platz für Frösche, Kröten und andere Amphibien. Leider ist der Teich langsam in die Jahre gekommen und musste saniert werden. In Trockenperioden versickerte das Wasser fast ganz und die armen Frösche sassen förmlich auf dem Trockenen. Auch die massiven Regenfälle der letzten Zeit haben ihm arg zugesetzt.Die Landschaftskommission, unter der Leitung von Gemeinderat Urs 


Vogel, hat einen Antrag für eine Teichsanierung eingereicht. Anfangs Oktober konnte dieses Projekt nun umgesetzt werden. Unter „strenger Aufsicht“ und grosser Mithilfe von Urs Vogel hat die Firma Häusermann den Teich fachkundig erneuert. Kaum vollendet, haben die kurzzeitig umgezogenen Bewohner des Teichs die erneuerte  Heimat wieder bezogen um wohl die letzten warmen Sonnenstrahlen des Oktobers zu  geniessen. Pionierpflanzen werden nicht lange auf sich warten lassen und vom Eingriff wird bald nichts mehr zu sehen sein. 


Fotos: Werner Weibel



Montag, 18. August 2014: Fledermausexkursion

Am 18. August fand unsere Fledermausexkursion mit den Jungmitgliedern statt. Kurz nach 20.00 versammelte sich eine ansehnliche Schar Jungmitglieder, sei es mit Mama oder Papa, Schwester oder Bruder am Turnerweg in Dietikon. Frau Chantal Stoll empfing die Schar. Sie verstand es ausgezeichnet etwas über das Wissen der Kinder über Fledermäuse heraus zu holen. Einige waren wohl schon im Zürcher Zoo.

Wie gross stellt ihr euch Fledermäuse vor? Was für Hände haben Fledermäuse?

Fledermäuse fliegen mit den Händen. An Händen/Flügeln haben fast alle bei uns lebenden Fledermäuse nur eine Daumenkralle um klettern und laufen zu können. Damit können sie sich auch gut aufhängen. Die Unterarme und die Mittelhandknochen sind enorm verlängert. Um uns das vorstellen zu können wurde Lara der Unterarm gemessen, also zog Frau Stoll ein Metermass aus der Tasche. 3x die Länge des Unterarms und 10x die Länge des Mittel-handknochens, so lang sind die Flügel einer Zwergfledermaus!

Ja hat denn die überhaupt Platz in einem Baum oder Fledermauskasten? Sie hat, sie ist nämlich dann nur gerade 4-5 cm, sie hat in einer Nussschale Platz. Zwergfledermäuse machen einen langen Winterschlaf. Im April kommen sie in unsere Siedlungen zurück. Frau Stoll fragte die Kinder, wo meint ihr schlafen die Tierchen. Schaut euch mal um, wo könnten sie hier wohnen? 

Aha, da hingen doch tatsächlich Fledermauskästen in allen Grössen. Sie sind besetzt und ab ca. 20.45 flogen auch einige aus. Wau sind die schnell!! Im Juni kamen die Jungen zur Welt. Die Bewohner dieses Hauses sind sehr tolerant, sie stören sich nicht am Kot. Während 4-6 Wochen wurden die Fledermäuschen gesäugt, nun sind sie selbstständig und jagen jetzt auch in der Dämmerung.  


Mit grossem Appetit verschlingt jeder dieser Winzlinge mehr als 2000 Kleininsekten. Eigentlich müssen wir froh sein, haben wir diese unersättlichen Insektenvertilger. Leider stören sich aber sehr viele Leute nicht nur am Kot, sondern glauben auch dass diese an Fassaden oder Isolationsmaterial nagen. 


Nun wechselten wir hinüber zum Marmoriweiher. Wir zückten unsere Taschenlampen, Herr Stoll stellte seine Detektoren ein.


Wie fängt denn eine Fledermaus überhaupt Insekten?

Sie ortet mit Ultraschall ihre Beute und macht während dem Fressen quasi einen Blindflug. Alle Kinder erhielten ein Grissini in den Mund, jedes musste damit losrennen, mit den Armen flattern und gleichzeitig essen! Das zeigte uns wie geschickt die Tierchen sind. Oh was war das denn für ein Geräusch im Detektor – wie Geknatter!

Das waren die Stimmen und nun sahen wir ganz viele Fledermäuse. Einige flogen sehr tief über den See – ob das wohl Wasserfledermäuse waren? Die kHz-Stärke 54 gab uns aber Zwergfledermäuse an. Sie fliegen die ganze Nacht durch, wir hingegen machten uns auf den Heimweg.

Es war ein ganz tolles Erlebnis für alle! So nah vor uns gibt es nachts so viel Leben. Herzlichen Dank an Herr und Frau Stoll und Herr Gmünder mit seinen Fledermauskästen.

 

Fledermaus in Not – 079 330 60 60  


Fotos: Werner Weibel



Die Naturschutzgruppe auf Vogelpirsch am 17. Mai 2014

Nach einer langen, kalten und sehr regenreichen Periode stand die Sonne mit uns Frühaufstehern auf. Wir haben gewiss einen speziellen Draht zum Petrus. Um 7.00 Uhr trafen mindestens 20 Bergdietiker/Innen in Spreitenbach bei der Kirche ein. Koni Wiederkehr, der Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Spreitenbach begrüsste nebst uns nochmals viele andere Interessierte.

Wir wanderten Richtung Franzosenweiher und zurück. Als erste begrüsste uns die Amsel. Dann sichteten wir einen Mäusebussard der hoch oben auf einem Tannenbaum ein Sonnenbad genoss. Kolkraben hatten nicht weit davon auf einer Föhre ein riesiges Nest. Die ersten Rauchschwalben flitzten über uns hinweg. Dazu gesellten sich einige Stare. Am Waldrand hörten wir die Goldammer, die Mönchsgrasmücke, den Zilpzalp. Rabenkrähen stritten sich mit Milanen, Ringeltauben erschienen. Störend waren die grossen Blechvögel vom Flughafen her.

Schliesslich gelangten wir zu einem kleineren Teich. Dies war früher mal eine richtige Badi, heute wären Amphibien herzlich willkommen. Am Franzosenweiher sass ein Graureiher mit einem recht punkigen Federkleid. Der Teich hat übrigens seinen Namen aus der napoleonischen Zeit her. Hier lagerten des Kaisers Soldaten und fischten alles aus dem Teich. Die Mönche aus Wettingen hatten keine Freude daran.

 


Im Teich selber sind zu viele Fische, was leider die Amphibienpopulation enorm schwächt. Wenigstens gibt es noch die Geburtshelferkröte. Ganz schlecht ist, wenn Leute auch Schildkröten die ihnen verleidet sind, hier aussetzen.

Nun ging es durch den Wald. Hier war ein richtig schönes Konzert von Amsel, Buchfink, Zaunkönig, Rotkehlchen usw. Im Eulenkasten haben auch schon Käuze ihre Jungen aufgezogen.Immer noch bei schönstem Sonnenschein ging es zurück an einem kleinen Rebberg vorbei. Da gibt es Grünspechte. Überall entstanden neue Hecken die eine gute Vernetzung bringen. Dies hilft der ganzen Vogelwelt enorm.

Nach unserer 2stündigen Tour gelangten wir zur Kirche zurück. Hier wohnen Fledermäuse, nämlich das braune Langohr, eine Mutterkolonie die einmalig ist im Limmattal. Der absolute Höhepunkt sind aber die Turmfalken hoch oben im Kirchturm. Dieses Jahr sind die Vogeleltern wieder mit der Fütterung von 5 kleinen Falken beschäftigt. Sie entwickeln sich bestens.

Im alten Spritzenhaus erwartete uns ein tolles Frühstück. Herzlichen Dank an die Helferinnen von Spreitenbach. Zum Schluss konnten wir in einem kleinen Film den Turmfalken zuschauen.

Das war ein gelungener Morgen, eine interessante Exkursion bestens geführt von Koni Wiederkehr. Danke vilmals!


Fotos: Werner Weibel



2013

26. Oktober 2013 _ Schnepfenweiherputzete

Schnepfenweiherputzete war am 26. Oktober angesagt. Einmalig schön war das Wetter an diesem Morgen. Es halfen 13 Erwachsene und 3 Kinder mit. Mittlerweile sind es 3 Mitglieder, die ganze Wasseranzüge anziehen und tief ins Wasser waten um die verfaulten Blätter herauszuholen. Die restl. Helfer zogen das Laub an Land und machten weiter hinten Haufen. Helga rutsche am Schluss noch aus und


und wurde sehr nass. Gut war sie angeseilt!! Sie nahm es, wie nicht anders erwartet, mit Humor. Die Kinder bauten noch einen Unterschlupf für verschiedene kleine Waldtiere. Wir waren recht schnell fertig und genossen feine Sandwichs. Dank an alle Helfer/innen. 


Fotos: Werner Weibel




8. Juni 2013 - Besuch in der Limeco Dietikon

Es war das erste wirklich warme Sommerwochenende und trotzdem kamen am Samstagmorgen, 8. Juni 26 Erwachsene und 4 Kinder zur ARA in Dietikon. Herr Jean-Pierre Balbiani Verwaltungsratspräsident der Limeco und Stadtrat von Dietikon begrüsste uns und gab einen kurzen Überblick über die Baugeschichte. Dietikon kann wirklich stolz sein, die modernste Abwasserreinigungsanlage  von Europa zu haben. Dann übergab er das Wort an Christian Bühler den Betriebsleiter der ARA Limeco.

Das Limmattaler Abwasser fliesst durch die Kanalisation in zwei Hauptsammelkanäle. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Oetwil a.L. bis nach Bergdietikon, das wassermässig verbunden ist mit Dietikon. Pumpwerke und Regenrückhaltebecken unter dem Boden sorgen für einen konstanten Fluss. Spätestens nach 3½ Stunden erreicht das Wasser die Reinigungsanlage. Nun wird es vierstufig gereinigt.

Erst zeigte uns Herr Bühler die grossen Rechen vorne am Eingang. Diese trennen Papier, Holz und Textilien, welche später im KHKW (Heizkehrichtkraftwerk) verbrannt werden. Durch die Verbrennung im KHKW kann Energie in Form von Wärme und Elektrizität hergestellt werden. Im ersten Reinigungsbecken wird Oel und Fett an die Oberfläche gedrückt, Schlamm und Sand auf den Boden. Der Sand wird gereinigt und abgeführt. Nun geht es in die Vorklärung weiter wo sich der Frischschlamm absetzen kann. Dieser wird in der Schlammbehandlung aufbereitet wodurch Biogas erzeugt wird. Dieses Biogas dient in den Block-heizkraftwerken zur Gewinnung von Strom und Wärme. Immer noch gibt es viel Phosphate aus Wasch-, Reinigungsmittel, Shampo und Lebensmittel. Dies wird in der Biologischen Reinigung mit Eisenchlorid (FE-lll) gefällt, wodurch wiederum Schlamm entsteht (Chemische Reinigung). In mehreren grossen Becken wird nun  die biologische Reinigung vorgenommen. Diese Becken sind mit Kunststoffwaben bestückt, welche von der Biomasse (Bakterien, Einzellern, Mehrzellern etc.) bewachsen werden.  Diese winzige Tierchen ernähren sich vom Schmutz aus dem 

 


Abwasser und reinigen gleichzeitig damit dieses Wasser. In einem Film wurde uns übrigens der ganze Vorgang genau erklärt. Nach den zwei Biologischen Stufen (Denitrifikation und Nitrifikation) wird am Schluss das gesamte gereinigte Abwasser nochmals gefiltert. Via Blähschiefer und Quarzsand fliesst nun das gereinigte Abwasser in die Limmat. Die Qualität des gereinigten Abwasser erfüllt nun alle gesetzlichen Anforderung.

In der Natur geschieht die Reinigung von Gewässern nach dem gleichen Prinzip, dauert aber Monate oder Jahre. Hier in der ARA von Limeco geschieht das in 4 Stunden.

Das Limmattaler Abwasser liefert übrigens Heizwärme für den neuen Stadtteil Limmatfeld in dem bald bis zu 5000 Menschen wohnen und arbeiten.

Na ja zwischendurch hielten sich vor allem die Kinder die Nase zu, „es stinkt Mami“! Draussen atmeten alle kräftig durch. Herr Bühler führte uns nun zu einer riesengrossen Mauer. Diese Fassade besteht aus vielen tonnenschweren Steinkörben. Dazwischen hat man jede Menge Nistmöglichkeiten geschaffen, sei es für Fledermäuse, verschiedene Kleinvögel und selbst für einen Falken der auch schon mal genistet hat. Die Glaswand ist mit Rieseneidechsen überklebt damit kein Vogel in die Scheibe donnert. Das alles zu sehen freut jeden Naturschützer.

Jetzt ging es auf’s Dach, das begrünt ist und auch hier wieder viel für die Natur bietet.

Zum Abschluss wurden wir von der Limeco bewirtet wie Könige. Herr Bühler wurde mit Fragen überhäuft. Alle waren total begeistert. Ein kleines Grüppchen blieb gegen Schluss noch bei der Messstation der Bachflohkrebse stehen. Sie stammen aus der Limmat und leben für ca. 2 Monate im Wasser. Anhand von ihren Bewegungen erkennt man ob im Wasser irgendein Gift ist, welches gefährlich werden könnte. Bewegen sie sich normal ist die Wasserqualität gut. So können oft Kosten gespart werden.

Herzlichen Dank für diese tolle, interessante Führung.  


Fotos: Werner Weibel



25. Mai 2013  - Frühjahrstreff der Präsidenten Amt/Limmattal in Bergdietikon

Um 10.00 Uhr empfangen wir die Präsidenten  Amt/Limmattal zu einem Rundgang durch das Naturwaldreservat Egelsee.  


Exkursionsleiterin Franziska Kaiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Wald vom Kanton Aargau. 




7. April 2013 - Exkursion Frühling an der Reuss

Ja, wo blieb dieses Jahr der Frühling, das fragten sich viele bei der Einladung zur Exkursion vom 7. April 2013. Trotz aller Widrigkeiten kamen 23 Personen, davon 2 Kinder nach Rottenschwil. Die ersten Frühlingsboten sind wohl die Weidenkätzchen. Mit Lupe bewaffnet blickt man in eine fremde Welt. Da holen also die Bienen Zuckerwasser aus den winzigen gelben Fruchtkörpern und bestäuben bald einen nächsten Verwandten der Purpurweide.

Auf der Reuss waren immer noch einige Wintergäste wie Kolben- Schnatter- und Löffelenten. Was waren das für Spuren? Überall sahen wir angefressene Bäume und Späne am Boden. Nun sind also tatsächlich schon Biber oberhalb der Reussbrücke eingezogen. Sie sind fleissig am Bauen ihrer Burg. Wir konnten ihre Spuren, ihre Fussabdrücke auch hinter dem Damm bewundern. Nachts wechseln sie zur Altreuss hinüber. Eine ganze Schwarzpappel haben sie „angesägt“. Sie machen es wie unsere Förster – nur von einer Seite her – wenn der Baum dann fällt, dann sicher nicht auf sie. Im Auenwald kommt wieder länger je mehr der Seidelbast auf. Er ist hochgiftig aber ein richtiger Frühblüher und gedeiht dank der Wegnahme von Tannen wieder viel besser. Auf der Wiese entlang des Damms blühten viele Blausterne und Waldschlüsselblumen.


Dann ging es quer durch zum alten eingezwängten Bach der wie ein kleiner Kanal daher kommt. Und doch hat es bereits Wasserpflanzen drin. Vorbei an Extensiv- und Streuwiesen. Früher waren all diese Wiesen gedüngt worden. Seit einigen Jahren gehören sie teils der Stiftung Reusstal oder man hat Verträge mit den Bauern. Langsam kommen wieder Magerwiesen mit ihrer Blumenpracht durch. Hier entdeckten wir die Frühlingsschlüsselblume, die ein intensives Gelb hat. In den Teichen war noch kein Laich. Über unsern Köpfen aber flogen schon Störche, Wachholderdrossel, Schwarzmilane und Kibietze. Am Ende der Tour erwartete uns eine Überraschung. Im niedrigen Schilf spazierten doch wirklich 2 Blaukelchen, eines mit einem weissen Stern in der Mitte auf der Brust. Sie sind nicht einmal verwandt miteinander. Sie fliegen allein und sind auf dem Durchzug in ihr Brutgebiet irgendwo in Mitteleuropa. Jeder Ornitologe flippt aus bei deren Anblick. Haben wir ein Glück gehabt. Herzlichen Dank an Josef Fischer, der uns über alles Auskunft gab.

 


Fotos: Werner Weibel



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